Auf ARTWALK folgt ART TALK. Inken Heske, Beirätin für Kunst im Kulturkreis Gerresheim, hat ein neues Veranstaltungsformat entwickelt, das mit einer Matinee im Juni 2026 und Veranstaltungen mit dem Künstlerduos Andrea Weitz und Jens Wendland im August gestartet ist.

Weitere Informationen sind auf der von Inken Heske eingerichteten Internetseite https://artwalk-duesseldorf.de/art-talk/art-talk_1.html zu finden, auf bevorstehende Veranstaltungen in dieser Reihe weisen wir natürlich in unserem Veranstaltungskalender hin.

Besonders freuen wir uns über den Bericht, den Claudia Hötzendorfer für die „Rheinische Post“ über das Gespräch im Wald mit Andrea Weitz und Jens Wendland verfasst hat. Er ist bei rp-online nachzulesen. Da er dort hinter einer „Bezahlschranke“ liegt, erlauben wir uns, ihn hier wiederzugeben:


Düsseldorf · Im Grafenberger Wald können Besucher Installationen und Werke beim Gehen entdecken. Der Art Talk will auch Menschen ohne Kunstnähe erreichen.

Leise bewegen sich Baumwollfäden mit Papierobjekten im Wind zwischen den Bäumen. Die Abendsonne sprenkelt den Boden mit ihren Lichttupfen. Die Installation von Andrea Weitz und Jens Wendland ist eine Momentaufnahme, nur für diesen einen Tag entstanden. Sie bildet den Auftakt zum Art Talk. Ein Format, das unmittelbar an den Art Walk anknüpft und doch eigenständig ist.

Die neue Reihe stellt bis Oktober neben Gruppenausstellungen im Atelier von Inken Heske in Gerresheim nun regelmäßig einen Kunstschaffenden in den Mittelpunkt. Dabei ist die Aufgabe klar umrissen: In den Dialog mit der Natur, mit dem Wald treten. Ob es eine Installation ist, ein Bild oder eine Skulptur – welche Materialien und Farben verwendet werden – all das ist den Kreativen überlassen.

Dass aus dem beliebten Art Walk mit einem Rundgang durch den Wald und mehreren Kunststationen nun der Art Talk wurde, ist der Tatsache geschuldet, dass D-Live, eine Stadttochter, den Begriff Art Walk für ein eigenes neues Format beanspruchte. „Damit standen wir plötzlich ohne Förderung da, weil wir nicht unter dem gleichen Namen firmieren konnten“, ärgert sich Inken Heske vom Kulturkreis Gerresheim, der beide Formate mit viel Herzblut und ehrenamtlichem Engagement aus der Taufe gehoben und durchgeführt hat. „Nach der ersten Schockstarre haben wir entschieden, uns davon nicht abhalten zu lassen“, erinnert sich Inken Heske an die folgenden Diskussionen im Verein.

Klar war, es sollte weiterhin eine Veranstaltung geben, die Kunst in die Natur trägt, denn „wir wollen einen Gegenentwurf zu den lauten und überlaufenen Angeboten, die es in Düsseldorf gibt“, sagt Heske. Außerdem hofft der Verein, Kunst auf eine Weise erlebbar zu machen, die auch Menschen anzieht, die sonst vielleicht gar keine Berührungspunkte damit hätten. „Man kann die Installationen und Werke beim Spaziergehen entdecken“, stellt eine Teilnehmerin beim ersten Art Talk fest.

Das Talk im Namen ist Programm. „Wir möchten miteinander ins Gespräch kommen“, ergänzt Heske. Sie war es auch, die den Startpunkt für den Kunstspaziergang durch den Wald und den Platz für das Künstlerduo Weitz und Wendland ausgesucht hat. Rund zwanzig Minuten geht es ein wenig abseits der üblichen Wege in einen eher ruhigeren Teil des Grafenberger Waldes. Dort wartet das Künstlerduo bereits und gibt Einblicke in die Entstehung ihrer Installation. Die fängt in Materialien, Formen und Farbe die Stimmung der umstehenden Baumgruppe ein.