Gestörte Idylle – Spuren des Ersten und Zweiten Weltkrieges im Aaper Wald

Gestörte Idylle – Spuren des Ersten und Zweiten Weltkrieges im Aaper Wald.

Rückblick auf die Führung am 22. März mit Peter Schulenberg.

 

Auch Kälte und Regenwetter konnte 65 Besucher nicht abhalten, an der zweistündigen Führung zu Relikten aus preussischer Militärzeit und aus dem II. Wertkrieg teilzunehmen.

An den eindrucksvollen Wällen des Schießstandes von 1877, der genau nach den Dienstanweisungen für die Schusswaffenausbildung eines Infanterieregimentes gebaut wurde, kann noch deutlich die Organisation des Übungsplatzes mit gepflasterten und geschotterten Zugängen zu den zwölf Schießbahnen abgelesen werden.

Nachdenklich machten die sehr zahlreichen Bombentrichter links und rechts des Weges. Sie zeugen von den massiven Bombenangriffen im II. Weltkrieg auf das ehemals benachbarte Industriegebiet in Mörsenbroich und Rath, die auch Wohngebiete trafen und dessen ungenaue Bombenabwürfe auch den Wald verheerten.

Auch der über 100 Meter in den Hang hinein gebaute sogenannte Rheinmetallstollen mit seinen betonierten Eingängen wurde 1942/43 zuerst als werkseigener Luftschutzstollen gebaut, in dem auch gearbeitet wurde, bis er in den letzten beiden Kriegsjahren auch teilweise für die Bevölkerung geöffnet wurde. Die verlesenen Berichte von Zeitzeugen ließen den Schrecken der Bombennächte wieder in Ansätzen aufleben.

 

Wegen des großen Interesses ist geplant, die Führung im Herbst zu wiederholen.