Die Wasserburg Haus Unterbach

Kulturkreis Gerresheim, Grafenberg und Hubbelrath e.V.

 

Die Wasserburg Haus Unterbach – gelöste Antworten, neue Fragen.

Besichtigung von Wasserburg Haus Unterbach

Sie fühlten sich in eine andere Welt versetzt und waren begeistert, die fast 50 Besucher der Besichtigung von Wasserburg Haus Unterbach in Erkrath-Unterfeldhaus. Unter Führung von Gaby und Peter Schulenberg lud der Kulturkreis am 20. Oktober 2012 zu einer Besichtigung des privaten Geländes ein.

Hohe Mauern, ein tiefer Wassergraben, wehrhafte Rundtürme, und das alles eingebettet in eine Gartenanlage von Josef Clemens Weyhe mit mächtigen, teilweise über 200 Jahre alte Bäumen: Dies macht die 1169 erstmals urkundlich erwähnte Burg zu einem kulturgeschichtlichen Juwel.

Seit über 30 Jahren werden Burg und Park von privater Hand renoviert, immer in Begleitung von ehrenamtlichen Archäologen des LVR/Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland.

Die Ergebnisse ihrer Forschungen geben der baugeschichtlich bisher kaum ergründbaren Wehranlage in einigen Bereichen ein neues Gesicht. So konnte nachgewiesen werden, dass der hochmittelalterliche Siedlungskern schon mit einer Mauer umgeben war, diese aber einen viel kleineren Bezirk als die heutige, aus dem 15. Jahrhundert stammende Umwehrung umfasste. In dieser Zeit griff bereits das Motto: Zeige deinem Nachbarn, was du dir leisten kannst, und die Ritter von Unterbach setzen diesen Anspruch mit allem Prunk um.

Vieles bleibt aber noch rätselhaft. So die Frage, wie die Burg nach Norden geschützt war und ob das Gartenhäuschen im Park auf einer Motte, also einem künstlich aufgeschütteten Hügel aus dem 10. Jahrhundert steht.

Lassen Sie sich überraschen, vielleicht kann die Antwort schon bei der nächsten Führung gegeben werden.

Die folgenden Bilder zeigen das Haus Unterbach und das Osttor